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700 Jahre Beginen in Bocholt sind Grund genug, alte Beginen-Ideen neu umzusetzen.
Genau 700 Jahre nach der ersten Nennung des "Lüttycke Beginehues" in Bocholt fand die
Gründung der neuen .Bocholter Beginen" statt. Der neue Start war am historischen Ort der
"zwarten suisters", dem heutigen Kolpinghaus und zwar genau am 24. März 2009.
Dort hatten die ersten Beginen bis zur Auflösung 1802/1803 ihre Häuser in Bocholt.

Damals wie heute sind Beginen Frauen, die nicht in Klöstern leben, sondern freiwillig,
selbständig und beweglich in Gemeinschaft mit anderen Frauen leben.
Sie sind an keine bestimmte Konfession gebunden, im Vordergrund stehen die Gemeinschaft
der Frauen und ihre gegenseitige Wertschätzung.
Die Verbindlichkeit zur Beginen-Gemeinschaft entspricht am ehesten der der
"Wahlverwandtschaft".

Im Gegensatz zum Mittelalter ist auch der Titel "Begine" selbstgewählt. Der Name ist nicht
geschützt.
Die Beginengemeinschaft steht allen Frauen offen, die praktische Nächstenliebe und
Nachbarschaftshilfe überzeugend weitergeben wollen.

Seit mehr als 40 Jahren gibt es in Deutschland eine neue Frauen- und Beginenbewegung. Die
Frauen fragen nach ihren Wurzeln, finden eigene Methoden und Ausdrucksformen. Sie
nehmen ihre Erfahrungen ernst und tauschen sie aus.
Die Auseinandersetzung mit frauengerechter Sprache, Soziologie, Frauengesundheit, -
Forschung, - Geschichte und die Fragen nach alternativen Lebensformen waren die zentralen
Themen der mittelalterlichen Beginen und sind es auch heute.

Soziales Engagement, Netzwerke, Spiritualität und gegenseitige Unterstützung sind die
unterschiedlichen Schwerpunkte der Beginen. Wichtig ist ihnen, die gemachten Erfahrungen
in die Öffentlichkeit und die gesellschaftspolitische Diskussion einzubringen. Übrigens
waren das genau die Themen der mittelalterlichen Vorbilder.

Das verbindende Motto ist: sich gegenseitig anvertrauen, fördern, ermutigen, stützen und an
der Andersartigkeit der anderen wachsen.

Die Beginen-Gemeinschaft ist ein Ort,
o        wo Frauen diese Lebensform leben können,
o        an dem der spirituelle und religiöse Geist und der soziale Aspekt eine wichtige Rolle
          spielt,
o        wo weibliche Bedürfnisse und Lebensstile in besonderer Weise berücksichtigt
          werden,
o        wo im caritativen, künstlerisch-kreativen und / oder spirituellen Bereich Frauen
          Anstöße und Impulse für Lebensfreude und Lebensqualität finden.
Beginen stellen ungewohnte Fragen, um auf dem Hintergrund der unterschiedlichen
Lebenserfahrungen neue Gedanken zuzulassen und zu diskutieren.
Sie leben in der Wahlverwandtschaft mit gleichgesinnten Frauen jeden Alters.

Zur Gemeinschaft gehören auch die "Wanderbeginen". Das sind Frauen, die nicht oder noch
nicht in ein Beginenhaus einziehen, aber die Ideen und Leitgedanken der Beginen
unterstützen und sich der Gemeinschaft zugehörig fühlen.

Die "Bocholter Beginen" sind Frauen, die aus vielfältigen Lebens- und
Familienzusammenhängen kommen. Jede Frau bringt sich mit ihren Talenten, ihrem Wissen
und ihren Erfahrungen in die Gemeinschaft ein. Das gilt für Frauen, die noch im Berufsleben stehen, wie für diejenigen, die das Erwerbsleben
bereits beendet haben.

Aktueller Flyer:


Flyer_Beginen_AUSSEN.pdf


Flyer_Beginen_INNEN.pdf