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Geschichte der Beginen
Bocholter Beginen - Geschichte
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Das Bocholter Beginenhaus
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Gemeinschaftliches Wohnen war von Anfang an auch hier in Bocholt ein wichtiges Thema,
geht es doch darum neue Wohnformen zu entwickeln.
Viele Frauen sehen darin eine Möglichkeit, nicht allein und einsam, sondern in angenehmer,
selbst gewählter Gesellschaft mit der Möglichkeit gegenseitiger Hilfe zu leben. Sie möchten
damit auch die Abhängigkeit von der eigenen Familie vermeiden.
Bei aller Vielfalt der Interessen und Vorstellungen:
Es besteht der Wunsch nach einem gut funktionierenden sozialen Netzwerk und einem
hohen Anteil an Selbstorganisation bei gleichzeitig gewährleisteter Individualität und Privatheit.

Die wesentliche Perspektive ist ein starkes Miteinander und eine gute Nachbarschaft, die in
den verschiedensten Lebenslagen gegenseitige Unterstützung im Alltag und
Aufgehobensein in einer Gemeinschaft bedeutet.
Der Vorteil gegenüber den üblichen Wohnformen ist:
o        Die Gemeinschaft beginnt schon vor dem Einzug,
o        Ähnlich gesinnte Frauen treffen aufeinander,
o        Unterstützung und Zusammenarbeit beginnt bereits vor dem Einzug in das Beginenhaus.
o        Die teilnehmenden Frauen sind als Mitwirkende beteiligt,
o        Regelungen und Vereinbarungen für das Zusammenleben werden getroffen,
o        Kompromissbereitschaft und Toleranz sind wichtige Voraussetzungen.
Der Gewinn besteht darin, mit Frauen zusammen leben zu können, mit denen gemeinsam
geplant und umgesetzt, gestritten und gefeiert werden kann.
Dies ergibt ein besonderes Miteinander wie es kaum an einer anderen Stelle aufgebaut und
umgesetzt werden kann.

Seit dem 21.09.2012 entstand auf dem Gelände der alten Clemens-Dülmer-Schule das
.Bocholter Beginenhaus" .
In den insgesamt vierzehn Wohneinheiten leben die alleinstehenden oder alleinerziehenden
Frauen eigenständig in verschieden großen Wohnungen.
Zehn der vierzehn Wohnungen sind öffentlich gefördert, die anderen frei finanziert.
So ist bezahlbarer Wohnraum für Frauen mit geringem Einkommen entstanden.

Jede Wohnung hat einen Balkon oder eine Terrasse
Ein grosser Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile und ein zusätzliches Besucher-
Appartement stehen für alle zur Verfügung.

Das gemeinsame Wohnprojekt der Beginen zeigt was möglich ist:
·                   Wohnen und arbeiten unter einem Dach
·                   Aufbau einer generatiobsübergreifenden Wahlverwandtschaft von
                    Frauen mit und ohne Kinder
·                   Affidamento: Frauen beziehen sich in ihren Entscheidungen auf die
                    Erfahrung, Kenntnis und Forschung von Frauen
·                   Gemeinschaft und Ziel des Zusammenwohnens ist, dass sich jede Frau 
                    sich selbst treu bleibt
·                   Bedürfnis nach spirituellen aber nicht unbedingt kirchlich gebundener
                    Gemeinschaft
·                   Schonung der natürlichen Ressourcen (verdichtetes Wohnen,
                    Energiekonzepte, car sharing)

Alt und Jung wohnen zusammen und das mit dem Ziel, bei zunehmender Versorgungs- und
Pflegebedürftigkeit bis zum Ende des Lebens Unterstützung, Entlastung und Hilfe zu
bekommen. Dabei bringt sich jede nach ihren Möglichkeiten ein.

Beginen leben, wachsen, tanzen, lachen und feiern gemeinsam